Pflanzen

Tellerhortensie: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Tellerhortensie Pflege

Hortensius, die Tellerhortensie

Boden

Damit sich die Pflanze maximal entwickeln kann, benötigt sie besonders in Pflanzgefäßen, wo sie ihre Wurzeln nur begrenzt entwickeln kann, Qualitätserde mit unterschiedlich grobfaserigen Anteilen. Für eine ideale Wasser- und Luftzufuhr und ein optimales Wachstum der Wurzeln eignet sich Torf am besten. Je nach Alter sollte die Pflanze circa alle zwei bis vier Jahre umgetopft werden. Dies unterstützt das weitere Wachstum der Pflanze, da diese durch das lockere, neue Substrat die besten Wachstumsbedingungen erhält.

Willst Du die Tellerhortensie in ein Beet pflanzen, sollte es ein humoser Boden mit einem hohen Anteil an Lehm sein. Dieser speichert nicht nur die Feuchtigkeit, sondern verhindert auch Staunässe. Besonders die Bodenstruktur ist für diese Pflanze sehr wichtig. Von daher sollte das Pflanzloch relativ groß sein, sodass Du noch etwas Weißtorf hinzufügen kannst, welcher später für eine optimale Belüftung der Wurzeln sorgt. Falls Du die Pflanze in einem Baumarkt kaufst, ist es ratsam, diese anschließend direkt in frische Qualitätserde umzupflanzen. Viele Kleingärtner pflanzen die Blume bevor sie sie in die Erde setzen, zuerst in ein Pflanzgefäß, damit sie sich an die dortigen Umweltbedingungen gewöhnen kann.

Pflege und Düngen der Tellerhortensie

Trotz ihrer Robustheit benötigt die Pflanze eine intensive Pflege hinsichtlich der Bewässerung. Von daher solltest Du unbedingt darauf achten, dass die Blumenerde weder zu trocken, noch zu nass ist, denn nur so kann sie perfekt gedeihen. Anders als bei Kübelpflanzen solltest Du Tellerhortensien, welche im Garten stehen nur zusätzlich bewässern, wenn sie großer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Wenn Du die Pflanze düngst, solltest Du auf einen speziellen Hortensiendünger zurückgreifen, bei welchem es sich um einen Dünger auf Stickstoffbasis handelt, welcher nur über einen Phosphoranteil verfügt. Das Düngen erfolgt bereits im Frühjahr. Dabei muss der Dünger rund um die Pflanze herum in den Boden eingearbeitet werden. Diese „Volldüngergabe“ erfolgt zweimal jährlich.

Hortensien, welche im Pflanzkübel stehen, versorgst Du am besten mit Flüssigdünger. Allerdings solltest Du im Herbst das Düngen einstellen, da die Hortensie sonst bereits der ersten milden Phase, des darauffolgenden Jahres austreibt und dementsprechend Kälte und Frost ausgeliefert ist.

Tellerhortensien mögen es hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit eher trocken. Von daher solltest Du die Pflanze in der kalten Jahreszeit an einem hellen, kühlen und trockenen Ort stellen. So kannst Du einen Schimmelbefall verhindern. In Wohnungen leistet ein Luftentfeuchter (erhältlich im Baumarkt) sehr gute Dienste.

Das Umtopfen der Pflanze

Kaufst Du die Pflanze im Fachhandel, solltest Du sie, wie bereits erwähnt, sofort umtopfen. Dieses geschieht mit größter Vorsicht, damit Du ihre Wurzelstränge nicht verletzt.

Zu allererst hebst Du die Hortensie vorsichtig aus dem Topf und entfernst sowohl die Erde als auch verdorrte Teile der Wurzel. Darauf hin setzt du die Pflanze in einen größeren, neuen Blumentopf und bereitest das frische Substrat um das Wurzelwerk, bis dieses völlig bedeckt ist. Anschließend solltest Du die Erde leicht andrücken, allerdings nicht zu fest, damit die Wurzelumgebung locker und luftig bleibt. Anschließend solltest Du die Pflanze gießen.

Überwintern

Hortensien können sowohl in der freien Natur als auch in der Wohnung überwintern. Lässt Du die Pflanze draussen überwintern, solltest Du jedoch vor Frost und Wind schützen. Hierzu benötigst Du Reisig oder einen speziellen Vlies (erhältlich im Fachgeschäft). Ist der Pflanzkübel jedoch kleiner als vierzig Zentimeter, solltest Du die Pflanze in einem geschützten Raum (Keller oder Garage) überwintern lassen. Während der Überwinterung solltest Du die Pflanze entsprechend ihren Bedürfnissen gießen, aber auf keinen Fall düngen.

Krankheiten und Schädlinge

Generell sind Hortensien unanfällig für Krankheiten und Schädlinge. Jedoch hat auch sie, besonders als Zimmerpflanze ihre natürlichen Feinde, zu denen Spinnmilben, Blattläuse und Schildläuse gehören. Dieses kann zur Gelbfärbung ihrer Blätter (Chlorose) und Mehltau führen. Da Chlorose durch einen zu basischen Boden entsteht, solltest Du etwas saure Erde beimengen, was dann rasch für Abhilfe sorgt.

Vermehrung

Für die Vermehrung der Hortensie schneidest Du einen nicht verholzten Trieb ab, welcher noch keine Blüten trägt. Diesen trennst Du dann unmittelbar unter dem Blätterknoten ab. Hierbei solltest Du darauf achten, dass mindestens drei Blätterpaare vorhanden sind. Anschließend steckst Du den Trieb in einem mit Anzuchterde gefüllten Topf. Die Erde sollte immer gut feucht gehalten werden. Das ermöglicht der Pflanze ein optimales Wachstum. Anzuchterde verfügt über sämtliche Nährstoffe, welche der Steckling für seine Wurzelbildung benötigt. Den Topf stellst Du am besten an einem mäßig sonnigen Ort. Dort dauert es circa vier Wochen, bis der Trieb zu wachsen beginnt. Anschließend kannst Du die Pflanze umtopfen und an einen Ort Deiner Wahl stellen.

Hortensienarten

Zu den Hortensienarten gehört die Acuminata (Hydrangea serrata acuminata). Diese Pflanze verfügt über fertile Innenblüten, welche Violett beziehungsweise Stahlblau gefärbt sind. Die Randblüten präsentieren sich in der Farbe Rosa. Der Strauch dieser Pflanze ist sehr schmal und bringt von Mai bis Juni wunderschöne Blüten hervor. Die Pflanze gedeiht am besten an sonnigen oder halbschattigen Orten.

Grayswood

Diese Art der Hortensie verfügt über eine gewölbte, große Blüte, welche tolle Farbnuancen liefert. In der Sommerzeit färben sich die Kelchblätter rosa und wechseln später zu Kaminrot über. Schließlich verbleiben sie in der Farbe Purpurrot. Die trockenen Blüten der Pflanze kannst Du später für hübsche Dekorationen verwenden. Die robuste, sehr blühfreudige Pflanze wir bis zu einhundertfünfzig Zentimeter hoch.

Bluebird (Hydrangea serrata Bluebird)

Diese Pflanze überzeugt mit ihrer filigranen, blütenreichen Pracht. Bei einem etwas gesäuerten Boden werden die Blüten blau. Dieser Effekt wird durch Hinzufügen von Aluminiumsulfat erzielt. Belässt Du den pH-Wert allerdings im normalen Bereich, färben sich die Blüten rosa. Diese Pflanze gedeiht bei ausreichender Wasserversorgung sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten.

Rosalba (Hydrangea serrata Rosalba)

Der Blütenstand der Rosalba ist schirmförmig. Die Blüten der Pflanze sind anfangs weiß und nehmen später einen rosa Farbton an. Ihre grüngelben Blätter verfärben sich im Herbst rot. Die Pflanze wird bis zu einem Meter groß und gehört zu sommergrünen Art der Tellerhortensie. In der kalten Jahreszeit sollte die Rosalba vor Frost geschützt werden.

Intermedia (Hydrangea serrata Intermedia)

Der Wuchs der Intermedia ist aufrecht, wobei die Pflanze eine Höhe von einhundertdreißig Zentimetern erreicht. Die tellerartigen Blüten zieren die Pflanze von Juni bis August. Die Farbe der Blüten ist weiß und nimmt später einen intensiven rosa Farbton an. Auch die Intermedia sollte im Winter vor zu starkem Frost geschützt werden.

Tiara (Hydrangea serrata Tiara)

Diese Blume präsentiert sich in den Farben Rosa und Blau. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Überwinterung dieser Pflanze verläuft recht problemlos, da diese Art winterfest ist. Die Tiara erreicht über einen Zeitraum von circa zehn Jahren eine Höhe von einem Meter.