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Rispenhortensie Pflege: Schneiden, Standort, vermehren und mehr

Rispenhortensie

Die Rispenhortensie hat ihren Ursprung in Japan und Südostchina. Sie wurde erst im 18. Jahrhundert von den Engländern nach Europa eingeführt und erlebt seit dem eine große Beliebtheit auch in Deutschland. Heute gibt es über 70 verschiedene Hortensienarten. Sie unterscheiden sich leicht durch ihre Farbe, so blüht die Sorte Limelight cremeweiß bis leicht rosa, während Sorten wie Pinky Winky und Vanilla Fraise sich bis ins tiefe pinkrot färben können. Auch der Duft ist unterschiedlich, von angenehm fruchtig bis stark und leicht beißend.

Meist wächst die Rispenhortensie hierzulande als Strauch, dies liegt aber nur an den Vorlieben der heimischen Gärtner . Wird sie nicht zurückgeschnitten, kann sie eine Größe von bis zu 10 m annehmen und besitzt damit Größe und Form eines Baumes.

Sie wächst so gut wie auf jedem Boden, bevorzugt jedoch nährstoffreiche und kalkarme Erde, sonstige Ansprüche hat sie jedoch nicht, sowohl in der vollen Sonne als auch im Halbschatten gedeiht sie. Sie ist robust, sodass sie auch im Winter mit der richtigen Pflege nicht vergeht.

Pflanzen​ & düngen

Ideal zum Pflanzen von Rispenhortensien eignet sich der späte Mai, nach den Eisheiligen. Im Garten, als Hecke oder im Topf kann man sie anpflanzen, wichtig ist jedoch immer reichliches Gießen sowie regelmäßiges Düngen. Als Dünger eignet sich Mischkompost oder Rinderdung sowie Hornspäne, welche man im Frühjahr mit in die Erde gibt. Die meisten Sorten blühen von Juli bis Oktober, wobei im Laufe der Blütezeit eine Veränderung der Färbung zu beobachten ist.

Rispenhortensie vermehren​

Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge und ist unkompliziert. Im Juli werden die neuen grünen Triebe der Hortensie abgeschnitten und in kleine Abschnitte geteilt, wobei jedes Teil ein Blattpaar besitzen muss. Die Stecklinge werden dann in Bewurzelungspulver getaucht und einige Zentimeter in die Erde gesteckt. Hierfür verwendet man am besten Anzuchterde und eine kleine Schale. Die Erde wird angefeuchtet und mit Folie abgedeckt. Es ist wichtig, jeden Tag zu lüften und eine ständige Feuchtigkeit beizubehalten. Nach ungefähr zwei Wochen kann man erste Wurzeln erkennen. Sind diese groß genug, kann man die Stecklinge beliebig umtopfen.

Pflanzenschnitt​

Damit die Rispenhortensie mehrere Jahre blüht, muss man sie in jedem Frühjahr kräftig zurückschneiden. Die Seitentriebe werden hierbei bis auf 10 cm des zugewachsenen Teiles vom letzten Jahr geschnitten.

Trotz der Winterhärte ist ein Schutz mit Reisigzweigen während der kalten Monate zu empfehlen. Eingetopfte Pflanzen werden an einen windgeschützten Ort gestellt.

Die Rispenhortensie ist zwar allgemein sehr robust, es gibt jedoch dennoch einige Schädlinge, welche sie befallen können. Ein Beispiel sind Spinnenmilben. Man erkennt einen Befall an einer gelblich bis bräunlichen Färbung der Blätter und spinnwebenähnlichem Gewebe an der Unterseite des Blattes. Es hilft hierbei, die Hortensien mit Wasser abzuduschen oder ein rapsölhaltiges Spritzmittel zu verwenden. Eine mögliche Krankheit ist Mehltau. Dies ist ein Pilz, welcher einen mehlig grauen Belag auf den Blättern hinterlässt. Hier sollte man die Blätter abschneiden und im schlimmsten Fall ein chemisches Fungizid verwenden. Färben sich die Blüten und Blätter der Rispenhortensie braun, kann dies jedoch auch einfach ein Anzeichen von Wassermangel sein, sodass man nicht sofort chemisch eingreifen sollte.

Rispenhortensie kaufen

Kaufen kann man die Rispenhortensie in jedem Baumarkt, oder auch im Blumenladen. Der Baumarkt oder eine gut geführte Gärtnerei ist für den Kauf der geeignetere Ort, da die Pflanzen hier in unterschiedlichen Stadien angeboten werden und man sich von den Mitarbeitern noch einmal ausführlich beraten lassen kann.

Möchte man sie mit anderen Pflanzen kombinieren, eignen sich am ehesten Bambus oder andere Gräser. Auch unterschiedliche Sorten mit ihren jeweiligen Farbvariationen können wunderbar kombiniert werden.

Video: Hortensien schneiden: Rispen und Ballhortensien