Steppensalbei: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Steppensalbei: Liebling der Bienen und Schmetterlinge

Bienen und Schmetterlinge lieben den intensiv lila blühenden Steppensalbei. Allein diese Tatsache wäre schon ein guter Grund, um sich diese Pflanze in den Garten oder auf den Balkon zu holen, aber der Steppensalbei hat noch mehr Vorteile zu bieten. Er duftet wundervoll und ist auch optisch eine wahre Zierde.

Da er zu den einheimischen Gewächsen zählt, ist er recht unkompliziert und wächst auch ohne eine aufwendige Pflege sehr gut. Hinsichtlich des Bodens ist dieser Salbei ziemlich ebenfalls anspruchslos und gedeiht auf Halbtrockenrasen, auf Wegen und an Böschungen.

Am häufigsten kommt der Steppensalbei in Europa und Asien vor, aber auch in Nordamerika ist er recht verbreitet. Besonders in Österreich wächst er sehr oft wild. In der Steiermark und in Kärnten prägt er das Landschaftsbild im Sommer entscheidend mit.

Im Gegensatz zu dem beliebten Küchenkraut ist der Hain-Salbei, wie der Steppensalbei auch genannt wird, nicht zum Verzehr geeignet. In der Regel erreicht die Pflanze eine Wuchshöhe von 30 bis 50 cm, aber auch 70 cm sind unter sehr guten Bedingungen möglich.

Ist der Boden oder das Klima ungeeignet, bildet der Salbei auch mal einen Stängel von nur 20 cm aus. Ihre Schönheit verdankt die Pflanze ihrer lilablauen Krone. Die Knäuel-Tragblätter leuchten purpurn und die Laubblätter schimmern graugrün.

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Steckbrief Steppensalbei

  • bevorzugt Sonne und Wärme
  • anspruchslos
  • muss nur sehr wenig gegossen werden
  • behutsam zurückschneiden
  • blüht im Juni
  • zweimal im Jahr düngen

Die richtige Pflege

Der Steppensalbei gehört zu den eher anspruchslosen Pflanzen. Trotzdem gibt es bei der Pflege ein paar Kleinigkeiten zu beachten, damit er gut wächst und lange blüht. Die unzähligen kleinen Blüten erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch die Insektenwelt.

Besonders die Bienen leisten den Menschen durch die Bestäubung einen großen Dienst, denn sie tragen so entscheidend zu dem Erhalt der pflanzlichen Nahrungsmittel bei. Das Bienensterben ist ein großes Problem. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, im Garten oder auf dem Balkon bienenfreundliche Gewächse wie den Steppensalbei anzupflanzen.

Standort: hell und sonnig

Obwohl der Steppensalbei wirklich pflegeleicht und anspruchslos ist, steht er besonders gern an einem warmen und sonnigen Standort. Schatten und Nässe mag er nicht. Am besten wächst er mit frischer Blumenerde, die aber nur mäßig nährstoffreich ist.

Bewässerung: sporadisch

Nur wenn sich die Erde wirklich trocken anfühlt, brauchst du den Salbei zu gießen. Trockenheit verträgt er besser als Staunässe. Am meisten Wasser benötigt die Pflanze in der Blütezeit. Im Herbst und Winter muss er wirklich nur selten gegossen werden.

Düngung: zweimal im Jahr

Da der Salbei auch auf kargen Böden wächst, benötigt er nicht viel Dünger. Wenn du willst, dass er schneller wächst, kannst du ihn zweimal im Jahr düngen. Am besten für das Düngen eignen sich die Monate März und Juli.

Schneiden: Frühjahr oder Herbst

Im Frühjahr treibt der Steppensalbei aus und blüht dann meistens bis Mitte Juni. Im Juli kann er dann geschnitten werden. Allzu radikal solltest du dabei jedoch nicht vorgehen, da das alte Laub vor möglichen Schäden durch Frost schützt. Für einen starken Rückschnitt eignet sich das Frühjahr also besser.

Überwintern: in einem unbeheizten Raum

Da der Steppensalbei nicht wirklich winterhart ist, pflanzt du ihn am besten in einen großen Topf. Diesen Topf kannst du dann im Winter an einen unbeheizten Platz stellen. Am besten eignen sich Wintergärten oder Gewächshäuser.

Vermehren: Samen, Steckling und Teilung

Das Vermehren des Salbeis ist leicht. Du kannst ihn aussäen oder als Steckling in den Boden setzen. Der Salbei lässt sich sogar doch Teilung vermehren. Das Aussäen kann ab März erfolgen.

Bei einjährigen Sorten ist die Vermehrung durch Stecklinge sehr empfehlenswert. Dazu schneidest du im Frühjahr die alten Triebe auf eine Länge von 15 cm ab und entfernst unten alle alten Blätter. Anschließend steckst du den Trieb in Anzuchtserde.

Die Erde solltest du anschließend ordentlich gießen und die Töpfe an einen warmen und hellen Ort stellen. Innerhalb kurzer Zeit bilden sich dann die Wurzeln. Wenn sich genügend Wurzeln gebildet haben, kann die Pflanze ausgesetzt werden.

Umtopfen/ Umpflanzen: selten

Wenn die Erde komplett durchwurzelt ist, sollte der Salbei umgetopft werden. Du kannst die Pflanze das ganze Jahr über umtopfen, doch die Monate Februar, März und April eignen sich am besten, da sich die Pflanze dann noch nicht in der Wachstumsphase befindet.

Beim Umpflanzen ist es wichtig, dass der Boden trocken und nicht gefroren ist. Es ist gut, wenn es ein paar Tage zuvor geregnet hat, damit die Erde weich ist. Dies erleichtert das Ausgraben immens.

Die Pflanze kann vor dem Umpflanzen auch zurückgeschnitten werden. Anschließend lockerst du den Boden mit einer Gabel auf und trennst sehr lange Stränge mit einem Spatenstich ab, bevor du den Salbei mit dem Spaten aus der Erde holst. Die überschüssige Erde kannst du mit der Hand vorsichtig entfernen.

Kombinationsparter: Disteln und Schillergras

Steppensalbei kommt in der Natur häufig gemeinsam mit Eseldisteln und Schillergras vor, da er oft auf Halbtrockenrasen wächst. Generell verträgt er sich aber mit allen Pflanzen, die in deutschen Garten gedeihen.

Schädlinge und Krankheiten: robust

Obwohl der Steppensalbei eher selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen wird, können Mehltau und Blattläuse ein Problem darstellen. Mehltau entsteht vor allem, wenn die Pflanzen zu eng stehen. Ein Gemisch aus Milch und Backpulver ist ein bewährtes Hausmittel bei Mehltau.

Die Mischung wird mithilfe einer Sprühflasche auf die befallenen Stellen aufgetragen.
Bei Blattläusen helfen Pflanzenöle oder Knoblauch. Auf dem Markt sind auch professionelle Schädlingsbekämpfungsmittel erhältlich.

Sorten: vielfältig

Insgesamt gibt es über 600 verschiedene Sorten an Salbei. Bei dem Steppensalbei sind vor allem Salvia nemorosa Blauhügel und Salvia nemorosa Caradonna beliebt. Salvia nemorosa unterscheidet sich vor allem farblich von den anderen Sorten, ihre Blütenstiele sind schwarz-rot verfärbt.

Pflanze kaufen: im Fachmarkt oder im Internet

Steppensalbei ist in den meisten Gärtnereien und Gartencentern problemlos zu kaufen, da er sehr beliebt ist. Natürlich kann man mittlerweile auch Pflanzen online bestellen, aber es ist besser, sich die Blätter und Stiele vor dem Kauf genau anzusehen.

Bei dem Kauf einer Pflanze solltest du generell darauf achten, dass sie gesund aussieht. Die Blätter sollten nicht hängen und der Stängel nicht zu dünn sein. Die Erde darf keinen Schimmel haben, ansonsten könnten die Wurzeln bereits beschädigt sein.

Wenn auch nur ein leichter Verdacht auf eine Krankheit oder einen Schädlingsbefall besteht, ist es besser, die Pflanze nicht zu kaufen. Die Schädlinge breiten sich ansonsten möglicherweise auf die anderen Pflanzen im Garten aus.

Fazit Steppensalbei

Der Steppensalbei ist eine pflegeleichte und robuste Pflanze, die bei Bienen und Hummeln sehr beliebt ist. Die Blüten leuchten wunderschön lila und halten bis zu 8 Wochen. Er bevorzugt einen warmen und sonnigen Standort und muss nur selten gegossen werden. Auch mit dem Düngen kannst du dich zurückhalten, zweimal im Jahr reicht vollkommen. Der wunderschöne und anspruchslose Steppensalbei ist eine echte Bereicherung in jedem Garten.