Schwarzäugige Susanne: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Schwarzäugige Susanne – (Thunbergia alata)

Die Schwarzäugige Susanne ist eine wunderschöne, meist einjährige Kletterpflanze für Balkon, Garten und Terrasse. Sie ist auch bekannt als Himmelsblume. Mit einer Rankhilfe klettert Sie bis zu zwei Meter hoch. Ohne Rankgitter ist sie eine imposante Hängepflanze oder ein schöner Bodendecker. Die Thunbergie blüht außergewöhnlich lange: Von Juni bis Oktober. Ihre Blüten sind meistens orange mit einer schwarzvioletten Mitte, die an ein Auge erinnert. Ihren deutschen Namen verdankt die Schwarzäugige Susanne den auffälligen Blüten. Den botanischen Namen „Thunbergia“ trägt sie zu Ehren ihres Entdeckers, des Schwedischen Botanikers Carl Peter Thunberg. Die Rankplanze ist nicht winterhart.

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Herkunft und Verbreitung

Die Pflanzenart aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae) stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. Vor allem im tropischen Südosten Afrikas ist die Schwarzäugige Susanne zuhause. Sie kommt auch in Ländern wie Äthiopien, Elfenbeinküste, Kenia, Mosambik, Nigeria und Ruanda vor. Heute wird die Blume auch in Gärten und Parks in Mitteleuropa kultiviert.

Sorten und Farben

Leuchtendes Orange ist die klassische Blütenfarbe der Schwarzäugigen Susanne. Einige Sorten blühen auch in Apricot, Gelb, Creme, Weiß oder mehrfarbig. Die Sorten-Mischung „Beauty Spots“ besteht aus Pflanzen mit weißen, gelben und cremefarbenen Blüten. „Blushing Susie“ blüht in den Farben Creme, Apricot und Rot. Einen attraktiven Farbverlauf von Rosa über Apricot bis hin zu Cremeweiß bietet die Sorte „African Sunset“. „Superstar Orange“ hat besonders große Blüten in der klassischen Farbe Orange. „Salmon Shades“ erstrahlt mit hellen lachsfarbenen Blüten in unterschiedlichen Farbintensitäten.

Pflege

Die Schwarzäugigen Susanne verträgt weder Staunässe, noch völlige Trockenheit. Sie benötigt ein Pflanzgefäß mit einem großem Abzugsloch oder durchlässigen Boden im Freiland. Außerdem mag die Blume lockere Pflanzenerde mit vielen Nährstoffen und gegebenenfalls eine Drainage. Am besten pflanzst du die Schwarzäugige Susanne in nahrhafte Erde, angereichert mit reifem Kompost und Hornspäne.

Standort

Die Thunbergia alata braucht einen sonnigen bis halbschattigen, warmen und windgeschützten Platz. Vor intensiver Mittagssonne sollte sie etwas geschützt werden. Der Boden sollte sandig bis lehmig und reich an Nährstoffen sein. Sie liebt besonders Kalk und Humus. Die Schwarzäugige Susanne ist ideal zur Begrünung von Balkonen, Gartenzäunen und Sichtschutzwänden. Wenn du die Thunbergie als Kletterpflanze haben möchtest, gib‘ ihr ein stabiles Rankgitter und leite die Ranken daran aufwärts. Auch von einer Mauer herabhängend oder als Ampelpflanze macht sie eine gute Figur.

Bewässerung

Die Schwarzäugige Susanne braucht während der Blütezeit viel Wasser und sollte nach Bedarf regelmäßig gegossen werden. Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden. Im Herbst und Winter bitte nur sparsam gießen.

Düngung

Während der Blütezeit solltest du die Pflanzen mindestens einmal monatlich bis zweimal pro Woche düngen. Flüssigdünger für Zierpflanzen und organische Dünger eignen sich am besten. In der Wachstumsphase solltest du alle zwei Wochen flüssigen Dünger ins Gießwasser geben.

Schneiden

Einjährige Exemplare der Schwarzäugige Susanne müssen nicht geschnitten werden. Zu lange oder störende Triebe kannst du einfach stutzten. Regelmäßiges Ausputzen erhöht die Blütenpracht der Blumen. Mehrjährige Pflanzen werden Anfang Februar zurückgeschnitten.

Überwintern

Meist wird die Himmelsblume als einjährige Pflanze kultiviert. Genauso gut lässt sie sich überwintern. Dazu eignet sich ein heller Raum, beispielsweise ein Wintergarten oder ein Keller mit Fenstern. Die ideale Raumtemperatur sollte dazu zwischen sieben und zehn Grad Celsius liegen. Im Winter sollte die Schwarzäugige Susanne nur mäßig gegossen werden, gerade so viel, dass sie nicht austrocknet. Auf Dünger kannst du während dieser Phase verzichten. Ins Freie gesetzt wird sie Mitte Mai, nach den Eisheiligen.

Vermehren

Im Frühjahr wird die Schwarzäugige Susanne durch Aussaat vermehrt. Du kannst aber auch im späten Sommer die Kopfstecklinge von ausgereiften Trieben schneiden. In gut durchlässiger Anzuchterde kannst du diese anwurzeln lassen. Die Jungpflanzen werden im nächsten Mai nach der Überwinterung ausgesetzt.

Umtopfen

Wenn der Blumentopf stark durchwurzelt ist, sollte die Schwarzäugige Susanne in einen größeres Gefäß umgetopft werden. Die beste Jahreszeit dafür ist das Frühjahr, bevor die Pflanze auf den Balkon oder die Terrasse gestellt wird.

Kombinationsparter

In einem Blumenkasten oder im Freiland sollte die hängende oder kletternde Schwarzäugige Susanne mit stehenden Pflanzen kombiniert werden. So hat jedes Gewächs genügend Platz und es ergibt sich ein schönes, volles Bild. Die Kombinationspartner sollten sich wie die Thunbergie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohlfühlen. Zu beachten ist auch der gleiche Bedarf an Wasser und Nähstoffen. Somit kommen folgende Pflanzen infrage:

  • Elfenspiegel
  • Elfensporn
  • Goldmarie
  • Kapmargerite
  • Köcherblümchen
  • Schneeflockenblume
  • Patagonisches Eisenkraut

Elfenspiegel

Veilchen oder Orchideen ähnliche, kleine Blüten wachsen in traubenförmig an einem langen Stiel. Die Blüten erstrahlen in Weiß, Gelb, Rosa, Orange oder Blau.

Elfensporn

Am Ende der Triebe zeigen sich die Blüten in dichten Rispen. Die Farbpalette reicht von Rosa über Rot und Orange bis hin zu Weiß.

Goldmarie

Die auch als Zweizahn bekannte Sommerblume trumpft mit leuchtend goldfarbenen oder gelben Blüten auf.

Kapmargerite

Die Kapmargerite, auch Kapkörbchen oder Paternosterstrauch genannt, hat Ähnlichkeit mit Margeriten. Sie besticht durch ihre dekorativen ein- bis zweifarbigen Blüten in Weiß, Gelb, Rosa, Orange oder Violett.

Köcherblümchen

Exotische Pflanze mit roten Blüten in Zigarettenform.

Schneeflockenblume

Die beliebte Gartenblume erfreut das Auge mit zahlreichen weißen Blüten. Einige Sorten blühen auch in Rosa, Blau oder Violett.

Patagonisches Eisenkraut

Die Sommerblume trägt am Ende der Stängelenden violette Trugdolden mit sternförmigen Einzelblüten. Sie ist bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt.

Schädlinge und Krankheiten

Wenn die Schwarzäugige Susanne welke und fahle Blätter bekommt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie zu nass steht. Dadurch kann und es zu Wurzelfäule oder auch Mehltau kommen. Dann ist alles zu spät, um die Pflanze zu retten und sie muss entsorgt werden. Im Winterquartier ist die Thunbergie besonders anfällig für Spinnmilben, Schildläuse und Weiße Fliegen. Du solltest die Blumen also im Winter regelmäßig auf einen eventuellen Befall kontrollieren. Hilfreich gegen die Schädlinge ist es, die Pflanzen mit Wasser zu besprühen.

Pflanze kaufen

Die Schwarzäugige Susanne kannst du im Fachhandel oder in diversen Pflanzen- und Baumärkten kaufen. Vielfach kannst du sie nicht nur vor Ort, sondern auch online erstehen. Meist wird die Kletterpflanzen im Topf in Form einer Pyramide mit einer Rankhilfe angeboten. Es gibt aber auch kleinere Exemplare im Topf. Die Preise variieren je nach Sorte und Größe.

Der späte Frühling ist die beste Pflanzzeit für die Thunbergie. Ins Freie solltest du Susannen hierzulande jedoch erst nach den Eisheiligen setzen. Im Wintergarten oder im Gewächshaus können sie schon früher stehen. Wenn du die Pflanze vor Ort kaufst, solltest du sie dir genau ansehen. Hat die Thunbergia alata helle, dünne und auffällig lange Triebe? Dann könnte sie zu lange an einem ungünstigen Standort gestanden haben. Mögliche Schädlinge befinden sich meist unter den Blättern und Blüten sowie an den Blattachseln und Verzweigungen.

Schädlingsbefall und Krankheiten erkennst du an gekräuselten oder fleckigen Blättern, an Gespinsten und klebrigen Belägen. Ist das der Fall, solltest du die Pflanzen und auch ihre Nachbarn nicht kaufen. Wenn kleine schwarze Trauermücken um die Pflanzen herum schwirren, ist die Erde womöglich mit Trauermückenlarven verseucht.