Pilea: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Die Pilea – eine trendy Zimmerpflanze mit vielen Namen

Die Pilea fällt sofort durch ihr auffälliges Blattwerk ins Auge. Auch deshalb ist sie unter vielen unterschiedlichen Namen bekannt. Ihre ufoähnlichen Blätter, die an einem langen Stiel baumeln, verleihen ihr auch die Bezeichnung Ufopflanze. Durch die vielen Liebhaber, die diese pflegeleichte Pflanze im Sturm erobert hat, sind auch Bezeichnungen wie Glückstaler, Bauchnabelpflanze, chinesischer Geldbaum oder Elefantenohr ein Begriff.

Den Namen Kanonenblume hat sie durch ein besonderes Verhalten erworben. Botaniker bezeichnen es als Anemogamie oder Windblütigkeit. Werden die Staubgefäße zu dick, platzen sie wie ein Luftballon. Der Blütenstaub verbreitet sich dann wie eine kleine Wolke über der Pflanze und lässt den Samen langsam wieder nach unten sinken.

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Die Herkunft und Verbreitung der Pilea

Ursprünglich kommt die Pilea in der Urform Peperomioides aus Sichuan und Yunnan, zwei Provinzen, die in China liegen. Dort kommt sie auf einer Höhe von zirka 3000 Metern vor. Leider ist sie dort in ihrer Wildform nur noch selten anzutreffen und kann als gefährdet eingestuft werden.

Pflanzenliebhaber vermehren ihre Zuchtformen durch Ableger. Da die Pflanze sehr robust ist und auch auf manche Schädlinge unbeeindruckt wirkt, werden oft Ableger an Freunde und Verwandte verschenkt. Gerade deshalb ist sie immer öfter in vielen Wohnungen anzutreffen.

Besonders ihre luftreinigende Wirkung kommt bei Liebhabern von Topfpflanzen sehr gut an. Sie wird bei den Nesselgewächsen eingeordnet.

Sortenvielfalt und Farbvarianten der Pilea

Die Kanonblume gibt es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Arten:

Die Pilea cadierei erreicht ungefähr eine Höhe von 40 cm. Sehr auffällig sind die feinen, silbernen Zeichnungen, die die Blätter präsentieren. Sie kommt ursprünglich aus China und Vietnam.

Die Pilea microphylla dagegen ist eine eher kleine Pflanze. Sie wird gerne bei Mehrfachpflanzungen eingesetzt, um als Bodendecker zu dienen. Ihre Blätter sind saftig moosgrün. Die Pflanze ist in Mittelamerika, dem tropischen Südamerika sowie in Kroatien angesiedelt.

Die Pilea Spruceana kommt aus Südamerika und kann zwischen 15 und 60 cm erreichen. Die Blätter schimmern rötlich-braun. Ihre Blattform ähnelt der der Brennnessel und ist scharf gesägt.

Zu den schönsten Pileas zählt die Variante Crassifolia. Sie stammt vorwiegend aus Vietnam, kommt jedoch auch in vielen tropischen und subtropischen Gegenden vor. Sie ist eine eher niedrig wachsende Pflanze mit wunderschön gezeichneten Blättern. Der Rand ist gezackt. Die Blattzeichnung wirkt wie gesteppt in verschiedenen Grüntönen und leicht rot-braunen Einschießungen.

Die verbreitetste Variante ist die Pilea peperomioides. Auf langen, dünnen Stielen sitzen die runden, grünen Blätter, die an fliegende Untertassen erinnern.

Die richtige Pflege der Ufopflanze

Alle Erscheinungsformen der Pilea haben eines gemeinsam. Sie sind anspruchslos und pflegeleicht. Durch ihre unterschiedlichen Höhen lassen sie sich auch zusammen arrangieren. Ob auf einer Fensterbank und der bisher leeren Ecke im Wohnzimmer, die Pilea ist überall ein besonderer Blickfang.

Generell sollte die Pilea ihren Platz in der Wohnung haben. Wer ein halbschattiges Plätzchen im Garten zur Verfügung hat, kann die Pflanze auch im Sommer nach draußen stellen. Aber Achtung. Temperaturen unter 15 Grad nimmt sie schnell übel.

In der Wohnung wünscht sich die Pilea einen hellen Platz. Jedoch sollte dieser keine direkte Sonne auf sie abgeben, sonst könnten ihre Blätter durch Brandflecken Schaden nehmen. Da sich sie Pflanze immer nach der Sonne richtet, muß sie regelmäßig gedreht werden.

Ein dunkler Platz in der Wohnung gefällt ihr überhaupt nicht und sie verliert schnell ihre kräftigen Farben. Die Blatter fallen ab und selbst die Wurzeln können abfaulen. Sie liebt die Zimmertemperatur und gedeiht am besten bei einem Raumklima von 15 bis 18 Grad.

Die Pilea ist nicht besonders durstig. Da es sich um eine Sukkulente handelt, kann sie sich in ihren dicken Blättern einen Wasservorrat anlegen. Einmal pro Woche zu gießen ist völlig ausreichend. Hängen die Blätter, dann wird es höchste Zeit zu gießen. Sie darf nicht zu trocken stehen, aber auch Staunässe mag sie überhaupt nicht. Optimal ist es, immer dann zu gießen, wenn die obere Schicht der Erde trocken ist und sich darunter noch etwas Feuchtigkeit zeigt. Im Winter kommt es auf die Temperatur an, wie oft die Ufopflanze Wasser benötigt. Angewärmtes Wasser, allerdings nicht über die Blätter gegossen, ist optimal.

Wie jeder Zimmerpflanze gehen auch der Pilea die Nährstoffe aus, die für ein tolles Wachstum erforderlich sind. Von März bis September sollte sie deshalb vorzugsweise mit einem flüssigen Dünger für Grünpflanzen versorgt werden. Alternativ können auch Düngestäbchen verwendet werden. Im Winter wird die Düngerdosis zurückgefahren. Alle sechs Wochen kann man eine kleine Dosis Dünger zufügen.

Generell muss man die Kanonenpflanze nicht schneiden. Im Frühjahr können zu lang gewordene Triebe etwas zurückgeschnitten werden. Wer noch junge Pflanzen hat, kann diese etwas einkürzen. Dadurch werden sie dichter.

Überwintern sollte die Ufoblume bei 15 – 21 Grad. Da die Sonne nicht mehr so kräftig ist, darf die Topfpflanze dann auch im Südfenster stehen. Sie ist aber auch mit einem schattigeren Platz zufrieden.

Die Pilea ist ein fleißiger Kindelproduzent. Die Wurzelausläufer finden sich immer wieder rund um die Hauptpflanze herum. Wird umgetopft, ist die beste Gelegenheit, sich von den Kindel neue Pflanzen zu ziehen. Da die Kindel normalerweise schon Wurzeln gebildet haben, ist die Vermehrung ein Kinderspiel. Wenn man nicht alle Pflanzen behalten kann, freuen sich Freunde und Verwandte garantiert über dieses grüne Geschenk.

Die Pilea wächst sehr schnell. Daher sollte sie anfangs jährlich im Frühjahr in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Bei älteren Pflanzen reicht ein Abstand von drei Jahren aus. An den Wurzeln ist die Pilea allerdings empfindlich. Daher sollte man hier besonders vorsichtig vorgehen.

Die Pilea lässt sich toll kombinieren

Vor allem mit den eigenen Varianten sieht die Pilea toll aus. Eine hohe Wuchsform in der Mitte des Topfes wird von den niedrigen Varianten umrandet und kommt so noch besser zur Geltung. Aber auch in Kombination mit Blühpflanzen kommt die Ufopflanze sehr schön zur Geltung. Hier bieten sich vor allem Knollenbegonien, Fuchsien oder eine blaue Drehfrucht an. Sie können zusammen in einem großen Topf untergebracht oder in tollen Dekotöpfen nebeneinander präsentiert werden.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Bei der Gruppierung von verschiedenen Pflanzen ist es vorteilhaft, Pflanzen mit den selben Ansprüchen zusammenzubringen. Wasseranspruch, Sonnenverträglichkeit und Temperatur müssen hier zusammenpassen.

Schädlinge und Krankheiten

Pilea sind selten von Krankheiten und Schädlingen betroffen. Wurzelfäule entsteht durch übermäßiges gießen, daher sollte man besonders auf die optimale Wasserversorgung achten. Schlechte Erde und Feuchtigkeit ziehen Trauermücken an. Auch hier hilft das Eindämmen der Bewässerung.

Sollten doch einmal Spinnmilben vorkommen, oder die rote Spinne auftreten, ist dies kein Grund zur Sorge, da die Pflanze hiervon keinen großen Schaden nimmt. Ein biologisches Mittel aus der Agrarapotheke schafft hier schnell Abhilfe.
Werden die Blätter der Pilea gelb, kann das an einem zu schattigen Standort liegen. Hier hilft meist ein neuer Standort um die alte Farbe wieder zurückzugewinnen.

Wo kann ich die Pilea kaufen?

Oft ist ein Kauf gar nicht nötig, denn bei Freunden gibt es sicher genügend Ableger. Falls nicht, findet man im Gartencenter oder in Pflanzengeschäfte meist mehrere hübsche Arten der beliebten Zimmerpflanze. Ab und zu kann man auch eine Pilea im Supermarkt ergattern.

Es gibt keine besonderen Ansprüche beim Kauf. Achte darauf, dass die Farben kräftig sind und die Blätter gesund aussehen. Hat eine Pflanze bereits Versätze, umso besser. Dann lässt sie sich schnell und einfach teilen und vermehren.