Pflanzen

Mohnblume: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Mohnblume Pflege

Herkunft und Verbreitung

Mohnblumen werden auch als Klatschmohn, Klatschrose oder Feuermohn bezeichnet und die Fachbezeichnung lautet Papaver rhoeas. Insgesamt zählen etwa 100 verschiedene Arten zur Gattung der Mohnblumen.

Feuermohn wird nachweislich seit mehreren Hundert Jahren kultiviert. Diese Pflanze ist in verschiedensten Kulturkreisen fix verwurzelt. Mohnblumen gedeihen in Europa ebenso wie in gemäßigtem und subtropischen Klima.

Die Pflanzen der Mohngewächse kannst Du sowohl auf wilden Wiesen, brachliegenden Äckern und Feldern als auch am Rand von Wegen und Straßen finden.

Sorten und Farben

Mohnblumen, die Du im Garten anpflanzen kannst, werden auch Seidenmohn genannt. Du hast die Wahl zwischen unterschiedlichen Farbvariationen. Es handelt sich um eine sommergrüne Pflanze, die entweder ein- oder zweijährig gedeiht. Die Wuchshöhe variiert von 20 bis 90 Zentimeter. Die Laubblätter sind borstig behaart und sie können eine Länge von rund 15 Zentimeter erreichen.

Die zarten Blüten zeigen sich zwischen Mai und September. Je nach Sorte erreichen die Blüten einen Durchmesser zwischen sieben und zehn Zentimeter. Leider fallen die wunderschönen Blüten meist nach nur wenigen Tagen ab.

In Europa, Vorder- und Zentralasien ebenso wie in Nordafrika gedeiht der Hornmohn, zu welchem 25 verschiedene Arten zählen. Die filigranen Blätter sind leuchtend rot, gelb oder weiß gefärbt.

Standort

Mohnblumen bevorzugen sonnige Lagen, keinesfalls Schatten. Wenn Du Klatschmohn anpflanzt, solltest Du darauf achten, dass der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 30 bis 60 Zentimeter beträgt. Vermeide es, Klatschmohn auf einem sauren Boden anzupflanzen. Ist Dein Gartenboden sauer, so menge ein wenig Kalk bei.

Die filigranen Pflanzen sollten leicht geschützt sein. Achte darauf, dass der Standort trocken ist und nicht direkt neben einem Gewässer liegt.

Da Mohnblumen bis zu minus 15 Grad frosthart sind, können die zweijährigen Pflanzen im Garten überwintern.

Bewässerung

Feuermohn ist einfach zu halten und Du musst nur dann zur Gießkanne greifen, wenn die Blätter hängen. Achte darauf, dass der Boden nach der Keimung nicht komplett austrocknet. Gieße Deine Mohnpflanzen mit gewöhnlichem Leitungswasser.

Düngung

Du musst Mohnblumen nicht düngen, jedoch solltest Du das richtige Substrat wählen. Der Boden sollte lehmig und kalkhaltig sein. Du kannst dem Gartenboden auch ein wenig Sand zufügen oder diesen mit Lehm anreichern. Wenn Du bemerkst, dass das Wachstum abschwächt, kannst Du den Boden mit ein wenig Kompost anreichern. Das Wachstum wird auch durch das Gießen mit Teichwasser oder Brennesseljauche angeregt.

Sollten Deine Mohnblumen nur langsam wachsen, versuch einfach einen Wechsel des Standorts aus.

Aussaat

Der ideale Zeitpunkt, Mohnsamen einzusetzen, ist im April und Mai, wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen.

Wenn Du die Samen einsetzt, solltest Du den Boden oberflächlich umgraben. Setzt die Samen im Abstand von 30 Zentimeter auf die Erde und bedecke die Samen keinesfalls mit Substrat. Damit sich weder Nagetiere noch Vögel an den offen liegenden Samen laben, kannst Du diese mit einem feinmaschigen Netz schützen.

Alternativ kannst Du die Samen indoor vorziehen und nach dem Abklingen der frostigen Nächte ins Freie setzen.

Möchtest Du die Blütezeit ein wenig vorziehen, so empfiehlt sich die Aussaat im frühen Herbst.

Die Samen beginnen meist binnen zwei Wochen zu keimen.

Schneiden

Die pflegeleichte Pflanze benötigt keinen Verschnitt zur Formgebung. Wichtig ist, dass Du beschädigte oder vertrocknete Teile der Pflanze entfernst, um den Bestand gesund zu halten.

Mohnblumen eignen sich nur bedingt als Schnittblume, da die Blütenblätter innerhalb weniger Tage abfallen. Achte beim Abschneiden darauf, dass die Blüten noch nicht geöffnet sind und dass die Schnittfläche keinesfalls gedrückt wird. Die Haltbarkeit wird verlängert, wenn Du den Stiel täglich ein wenig zurückschneidest und frisches Wasser einfüllst.

Überwintern

Die ein- bis zweijährigen Pflanzen sind bis minus 15 Grad Celsius winterfest. Somit kannst Du auf einen Überwinterungsschutz verzichten. Wenn Du eine Selbstaussaat verhindern möchtest, solltest Du die Pflanze sofort nach der Blüte entfernen.

Vermehren

Klatschmohn vermehrt sich von selbst, indem dem runden Samen abfallen oder vom Wind vertrieben werden. Wenn Du der Natur ihren Lauf lassen möchtest, solltest Du die Blüten stehen lassen, auch wenn diese bereits vertrocknet sind.

Möchtest Du einen Wechsel des Standorts, so empfiehlt es sich, sofort nach der Blüte zur Schere zu greifen. Schneide die runden Samenkörper ab, schüttle die Samen heraus und bewahre diese bis zur Aussaat im Herbst oder im nächsten Frühjahr aus. Die Samen sollten dunkel ebenso wie trocken gelagert werden, um einer ungeplanten Keimung vorzubeugen.

Umtopfen

Du kannst Mohnblumen entweder im Gartenbeet ziehen oder Du entscheidest Dich dafür, sie in einem Topf oder Kübel zu kultivieren. Wichtig ist, dass Du einen sonnigen Standort auswählst und regelmäßig gießt.

Platziere den Topf nicht zu nahe an Fenstern oder Türen, da nicht nur Insekten, sondern auch Bienen angezogen werden.

Kombinationsparter

Die farbintensive Mohnblume kommt besonders gut neben Kornblumen, Cosmea und Wildblumenwiesen zur Geltung. Lupinen und Fetthennen stellen ideale Kombinationspartner dar. Klatschmohn macht sich besonders gut neben Schafgarben, Kamillen und Margeriten. Ebenso kannst Du Rittersporn, Iris und Tagetes zusammen mit Mohnblumen anpflanzen.

Schädlinge und Krankheiten

Mohnblumen sind äußerst robust und Schädlinge bzw. Krankheiten treten nur bei ungünstigen Bedingungen auf.

Zu den Schädlingen zählen Blattläuse und Schnecken. Du kannst Blattläuse bekämpfen, indem Du natürliche Fressfeinde wie beispielsweise Gallmilben, Marienkäfer oder Florfliegen im Fachhandel beziehst oder online bestellst. Alternativ kannst Du die Mohnpflanzen zwei bis drei Tage lang mit einem engmaschigen Netz abdecken.

Eine effektive Maßnahme gegen Blattläuse ist Brennesseljauche und auch eine Lösung aus Schmierseife und Wasser bekämpft die unliebsamen Parasiten.

Sobald Du Schnecken in der Nähe Deiner Mohnpflanzen bemerkst, solltest Du diese einsammeln. Empfehlenswert ist das Aufstellen eines Schneckenzauns.

Klatschmohn ist anfällig für Wurzelfäule, wenn der Boden oder das Substrat zu feucht ist. An den Unterseiten der Blätter können sich Beläge bilden, die von weiß bis grau reichen. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten falschen Mehltau, dem Du mit Fungiziden entgegen wirken kannst. Du kannst entweder flüssige Fungizide dem Gießwasser beimengen oder Du greifst zu Stäbchen, welche Du in die Erde oder das Substrat steckst.

Weisen die Blätter ausgeblichene oder bräunliche Flecken auf, so ist die Pflanze von Bakterien befallen. Bekämpfe diesen Mohnbrand, indem Du weniger gießt. Diese bakterielle Schädigung tritt bei zu hoher Feuchtigkeit auf. Ist eine Mohnblume befallen, so solltest Du diese sofort ausreißen, um zu verhindern, dass weitere Pflanzen angesteckt werden.

Sorten

Zu den schönsten Mohnblumen zählt der mehrjährige Türkenmohn, dessen Blüten unterschiedliche Farben haben und die bis zu 10 Zentimeter groß werden. Der ein- oder mehrjährige Islandmohn ist äußerst robust und weiße Blüten mit einem Durchmesser bis zu 15 cm auf. Besonders exotisch wirkt der mehrjährige weiße Alpenmohn. Zu den schönsten Sorten zählt der einjährige Päoninemohn mit seinen riesigen Blüten, die üppig gerüscht sind. Auch der auf Wiesen und Feldern verbreitete einjährige Klatschmohn ist mit seinen roten Blüten ein optisches Highlight.

Wo kaufen?

Wenn Du in Deinem Garten Mohnblumen pflanzen möchtest, kannst Du die Samen in einer Gärtnerei beziehen. Alternativ hast Du die Möglichkeit, online zwischen zahlreichen unterschiedlichen Mohnsorten auszuwählen. Viele online Shops bieten eine größere Auswahl an verschiedenen Mohnarten als Gärtnereien.

Worauf beim Kauf achten?

Entscheide Dich keinesfalls auf den Anbau von Schlafmohn, da es ohne spezielle Genehmigung verboten ist, diesen in Deutschland zu pflanzen.