Pflanzen

Husarenknöpfchen: Pflege von Standort, Bewässerung, Düngung bis Schnitt

Husarenknöpfchen Pflege

Das Husarenknöpfchen oder auch Sanvitalia

Die Husarenknöpfchen gehören zu der Familie der Korbblütler, lat. Austeraceae. Diese grazilen Blumen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein krautiges grünes Blätterkleid mit dicken Stengeln besitzen. Des Weiteren besitzen sich noch zugespitzte Blätter, welche klein und eiförmig sind. Die unzähligen Blüten, welche mittelgroß sind, besitzen die Farbe gelb.

Außerdem besitzen die Blüten eine mitunter braune Blütenmitte in Form eines Kissens und zwölf strahlenförmig angeordnete Blütenblätter. Diese Korbblütler wachsen dabei verzweigt. Das bedeutet, dass dadurch ein gelber Blütenteppich entsteht. Sie ist eine Sommerblume und erreicht dabei eine Höhe von etwa 25 bis 35 cm. Diese Blumen bevorzugen überwiegend einen sonnigen bis zum halbschattigen Standort.

Husarenknöpfchen sind einjährig und es gibt viele unterschiedliche Sorten dieser dekorativen Sommerpflanze. Besonders eignet sie sich als Bodendecker oder auch als Unterpflanzung. Steht sie auf Balkonen, an Ampeln oder wird sie als Kübelpflanze benutzt für Balkone, Terrassen und Hauseingänge, wird sie es dir danken.

Die Herkunft der Husarenknöpfchen

Seit Ende des 17. Jahrhunderts ist der Husarenknopf in Europa bekannt und weit verbreitet. Handelsreisende und auch Forscher brachten diese wunderschöne Blume von Guatemala und Mexiko nach Europa. Der Husarenknopf wird im Volksmund aufgrund ihres Aussehens auch als sogenannte Zwerg-Sonnenblume bezeichnet. Diese Blumen erreichen in der freien Natur eine Höhe von stolzen 1.300 Metern. Im Großen und Ganzen gilt er als Unkraut, weil dieser sich auf zahlreichen Feldern von Bauern besonders stark ausbreitet. Die typisch botanische Bezeichnung „Sanvitalia“ wurde in Bezug auf den italienischen Botaniker Sanvitalia ausgewählt, der von 1704 bis 1767 lebte.

Der Steckbrief

  • Gattung: Asteroideae
  • Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Art: Husaranknopf
  • Ordnung: Asternartige
  • Herkunft: Mittelamerika (Guatemala, Mexiko)
  • Trivalnamen: Miniatursonnenblume, Zwergsonnenblume, Goldrandblümchen
  • Wuchshöhe: 20 bis 35 cm
  • Blütezeit: einjährig von Juni bis Oktober
  • 7 Arten, unzählige Sorten
  • Farbe: orange, gelb

Die Pflege des Husarenknöpfchens

Der Husarenknopf gehört zu den robusten und pflegeleichten Gewächsen. Im Folgenden erfährst du alles über die richtige Pflege, die bevorzugten Standorte bis hinaus über die Vermehrung und mögliche Krankheiten.

Der Standort

Der Husarenknopf kann es einfach nicht sonnig und warm genug haben. Je mehr Sonne und Wärme diese Pflanze abbekommt, desto besser wird auch ihr Blütenstand und die Entwicklung. Aber auch an halbschattigen Plätzen gedeiht sie sehr gut. Allerdings solltest du hierbei beachten, dass die Ausprägung der Blüten etwas geringer ausfällt.

Auf das Wachstum der Pflanze wirkt sich Schatten eher negativ aus. Möchtest du deine Husarenknöpfchen gerne in Töpfen und Kübeln pflanzen, dann solltest du dabei beachten, dass die Pflanze an den Rand der Gefäße gesetzt werden, denn sie wachsen überhängend. Aufgrund ihrer robusten Art sind Husarenknöpfchen nicht anfällig in Bezug auf Wind und Regen.

Auch an irgendein Pflanzsubstrat stellt das Husarenknöpfchen keine allzu hohen Ansprüche. Es reicht dabei grundsätzlich aus, wenn du lockere, frische und nährstoffreiche Kübel- oder Balkonpflanzenerde verwendest. Diese solltest du mit Sand oder Split möglichst durchlässig gestalten. Sandiger, eher humusartiger Boden ist ebenso ideal für die Pflanzung der Husarenknöpfchen.

Die Bewässerung

Die Husarenknöpfchen zählen zu den Balkon- und Kübelblumen, welche sehr leicht zu pflegen sind und keinen hohen Anspruch erwarten. Dabei gedeihen die Pflanzen auch im Freiland. Wichtig dabei ist lediglich, dass diese Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Niemals darf der Boden dabei austrocknen. Ist der Boden zu trocken, wird dieser von den Husarenknöpfchen absolut nicht vertragen. Doch auch übertreiben solltest du es nicht, was bedeutet, dass die Pflanzen nicht in Wasser ertränkt werden dürfen. Weniger ist somit oftmals schon mehr. Empfohlen wird, dass an besonders warmen Tagen die Pflanzen zweimal am Tag gegossen werden.

Zum Düngen kann man zum Beispiel Flüssigdünger für Balkonpflanzen oder Langzeitdüngestäbchen nutzen. Des Weiteren kann sich Kompost als Düngemittel auch durchsetzen.

Die Düngung

Idealerweise solltest du die Husarenknöpfchen am frühen Morgen und am Abend gießen. Diese Pflanzen sind ziemlich anspruchslos und überzeugen darüber hinaus mit Robustheit. Außerdem benötigen sie ein passendes Substrat, ein möglichst warmen und sonnigen Standort und etwas Dünger. Sollten die Pflanzen einmal nicht so freudig blühen, dann reicht es bereits aus, wenn du die Pflanze kräftig zurückschneidest. Danach kommt es zu einer zügigen Neubildung von Blüten und Knospen.

Regelmäßig solltest du vertrocknete Bestandteile und auch verblühte Pflanzen entfernen. Das Husarenknöpfchen zählt zu den sogenannten Dauerblühern. Das bedeutet, dass er einjährig bis zum ersten Frost blüht.

Das Schneiden

In der Regel ist es so, dass Husarenknöpfchen nicht geschnitten werden müssen. Diese Pflanzen sind nur einjährig zu kultivieren, was bedeutet, dass ein Schnitt dadurch überflüssig wird. Aber es wirkt sich auch nicht als schädlich aus, wenn du die Schere einmal zur Hand nimmst. Sollten die Blüten der Husarenknöpfchen einmal nachlassen, sie sonst gesund erscheint, kann ein Rückschnitt problemlos gemacht werden.

Ruhig kannst du die Pflanze bis zu zwei Drittel zurechtstutzen, sollte sie kahl geworden sein. Husarenknöpfe sind außerdem dafür bekannt, sich wieder schnell zu erholen und weiterhin dichte Blütenteppich auszubilden. Sollten die Triebe einmal zu lang geworden sein, dürfen diese ebenfalls zurückgeschnitten werden.

Überwinterung

Die Husarenknöpfchen gehören wie bereits erwähnt zu den einjährigen Pflanzen. Die Entwicklung erfolgt innerhalb von einem Jahr und dauert vom Samen bis zur Blüte an. Geht es auf die Samenreife zu, dann stirbt die Pflanze. Aufgrund dessen ist eine Überwinterung der Husarenknöpfchen nicht möglich. Meistens geht es Ende Oktober auch auf das Ende der Blütezeit zu. Dann kann die Pflanze ausgerissen und somit in den Kompost gegeben werden.

Vermehrung

Obwohl die Husarenknöpfchen nicht überwintern können, gestaltet sich ihre Vermehrung dennoch als relativ leicht. Möglichst früh im Jahr sollte die Aussaat der Pflanzen erfolgen. Eigentlich ist die Anzucht leicht und trotzdem nicht vollkommen unkompliziert. Denn es stellt sich als etwas schwer heraus, die Samen der Pflanzen zu entnehmen. Deshalb kaufen vertraute Pflanzenkenner Jungpflanzen, denn sie blühen recht früh und auch auf eine lange Dauer hinweg. Außerdem gibt es diese schon zu einem günstigen Preis.

Kombinationspartner

Die farbenfrohen Pflanzen können mit folgenden anderen Sorten am besten kombiniert werden:

  • Elfensporn
  • Vanilleblumen
  • Blaue Fächerblume
  • Edellieschen

Schädlinge & Krankheiten

Husarenknöpfchen besitzen neben der Tatsache, dass sie pflegeleicht sind, noch einen zweiten Vorteil. Diese Pflanzen sind unglaublich robust, dass ihnen sogar Schädlinge und Krankheiten kaum etwas anhaben. Kommt es überhaupt erst zu diversen Pflanzenschäden, dann sind sie oftmals einfach auf einen viel zu feuchten Standort zurückzuführen. Wenn du also beim gießen gewissenhaft vorgehst, dann ist beim Husarenknöpfchen kaum ein Schadbild zu befürchten.

Der Kauf von Husarenknöpfchen

Husarenknöpfchen können prinzipiell überall dort gekauft werden, wo Blumen auch angeboten werden, zum Beispiel in Baumärkten. Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Verpackung einen guten Zustand aufweist, wenn du Samen bevorzugst. Ist zu erkennen, dass sie feucht war oder sogar noch ist, dann solltest du die Finger davon lassen. Nur ordentlich gelagerte Ware garantiert dabei auch, dass eine gute Keimung daraus entsteht. Des Weiteren sollte sich auch auf der Verpackung ein Haltbarkeitsdatum befinden.

Im März allerdings kann es sich auch lohnen, um die Husarenknöpfchen in Anzuchterde vorzuziehen. Dabei reicht die konstante Temperatur von 18° C für eine gute Keimung der Samen bereits völlig aus.